Das Morgenland Festival in Osnabrück widmet sich seit 2005 der faszinierenden Musikwelt des Nahen und Mittleren Ostens. Es versteht sich jedes Jahr aufs Neue als eine Begegnungsstätte für Musiker und Musikinteressierte aus dem Morgen- und dem Abendland.
In diesem Jahr stand vom 15. bis 22. August das Kulturschaffen der Uiguren im Mittelpunkt. Die Uiguren sind ein Turkvolk das in der Wüstenprovinz Xinjiang im äußersten Westen der Volksrepublik China lebt. Die Region der Uiguren ist etwa drei mal so groß wie Frankreich. Die Musik dieser muslimischen Minderheit basiert wie die arabische, persische und zentralasiatische Musik auf den sogenannten Magamat. Magamat sind musikalische Modi, die in der westlichen Musik am ehesten mit den Kirchentonarten oder Skalen im Jazz zu vergleichen sind.
Die Bandbreite des diesjährigen Programms des Morgenland Festival Osnabrück reichte von traditioneller uigurischer Musik über Tanzworkshops und Ausstellungen bis zu Rock-Konzerten.
Michael Dreyer, Gründer und Künstlerischer Leiter des Morgenland Festivals: "Das Morgenland Festival Osnabrück ist ein Knotenpunkt für internationale kreative musikalische Aktivitäten, ein Musik-Labor, in dem Musiker aus Ost und West zusammenkommen und neue musikalische Wege gehen." Das Morgenland Festival Osnabrück 2010 stand unter der Schirmherrschaft von Kulturstaatsminister Bernd Neumann.
Dass dieses Musikfestival, das in diesem Jahr zum sechsten Mal stattfinden konnte, in Osnabrück gegründet wurde, ist kein Zufall, denn der Name der Friedensstadt, in der der Westfälische Friede verkündet wurde, steht für den Willen nach Verständigung und Toleranz. Wie kein anderes Projekt trägt das Morgenland Festival Osnabrück den Namen der Friedensstadt Osnabrück in die Welt. Dem Ziel der Friedenskultur verpflichtet, bietet das Festival ideale Plattform zur Begegnung verschiedenster Kulturen. Musikfreunde und Künstler aus aller Welt treffen in Osnabrück zusammen, um voneinander zu lernen und miteinander etwas Neues entstehen zu lassen.
Dieses Festival realisierte so herausragende Projekte wie die Deutschlandpremiere des Tehran Symphony Orchestra 2006, das erste Gastspiel eines westlichen Symphonieorchesters in der Islamischen Republik Iran 2007 und die Gründung des Morgenland Chamber Orchestras mit Musikern aus Aserbaidschan, Iran, Syrien und Deutschland 2009.
Das Festival wurde ermöglicht durch die Unterstützung des Auswärtigen Amtes, des Bundesbeauftragten für Kultur und Medien, der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Stiftung Niedersachsen, des Landes Niedersachsen, der NDR Musikförderung, der Sparkasse Osnabrück, des Landschaftsverbandes Osnabrücker Land, der Stadtwerke Osnabrück und weiterer Sponsoren.
Bereits zum sechsten Mal gibt es das Festival, das Musik aus dem vorderen Orient präsentiert.
Quelle: osradio
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